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Umzugsprofi Kleinmachnow

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Der letzte Termin

Die Wohnungsübergabe vorbereiten

Die Übergabe ist der Termin, an dem sich entscheidet, ob der Umzug wirklich abgeschlossen ist. Drei Dinge tragen ihn: der richtige Zustand der Wohnung, ein Protokoll, das Mängel wiederauffindbar beschreibt, und Zählerstände, die zusammen mit der Zählernummer notiert sind. Wer diese drei Punkte vorbereitet, braucht für den Termin selbst kaum eine Stunde.

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In einem leeren Zimmer mit Dielenboden übergibt eine ältere Frau einen Schlüsselbund an einen Mann, an der Wand hinter ihnen ist ein zugespachteltes Bohrloch als heller Punkt zu sehen.
In einem leeren Zimmer mit Dielenboden übergibt eine ältere Frau einen Schlüsselbund an einen Mann, an der Wand hinter ihnen ist ein zugespachteltes Bohrloch als heller Punkt zu sehen.

Besenrein und renoviert sind nicht dasselbe

Besenrein heißt: leer und grob gereinigt. Keine Möbel, kein Müll, keine vergessenen Kartons im Keller, Böden gekehrt oder gesaugt, sichtbarer Dreck entfernt. Es heißt nicht: frisch geputzt bis in die Fensterfalze, entkalkte Armaturen und ein ausgewischter Kühlschrank. Renoviert oder die sogenannten Schönheitsreparaturen sind etwas ganz anderes: streichen, tapezieren, Heizkörper und Innentüren lackieren. Das ist Arbeit von Tagen und nicht von Stunden.

Welcher der beiden Zustände geschuldet ist, steht in Ihrem Mietvertrag und nirgendwo sonst. Ob eine Klausel zu Schönheitsreparaturen im Einzelfall wirksam ist, wird regelmäßig vor Gericht entschieden und lässt sich hier nicht beantworten. Wir sind eine Umzugsfirma und keine Rechtsberatung: Lesen Sie den Vertrag rechtzeitig und holen Sie sich im Zweifel Rat bei einer Stelle, die Rechtsberatung anbieten darf. Rechtzeitig heißt Wochen vorher, nicht am Vorabend.

Praktisch wichtig ist die Reihenfolge. Erst wird die Wohnung leer, dann wird gereinigt oder gestrichen, dann übergeben. Wer den Übergabetermin auf denselben Tag legt, an dem der Umzugswagen abfährt, übergibt eine Wohnung mit Staub in den Ecken und Abdrücken auf dem Boden. Wenn das Ausräumen mehr ist, als Sie selbst schaffen, übernehmen wir es und übergeben besenrein: siehe Entrümpelung.

Leer heißt wirklich leer

Bei der Übergabe fällt fast nie das Wohnzimmer auf, sondern das, was daneben liegt. Der Keller mit zwei Regalen und den Farbresten vom Streichen, das Fahrrad im Hof, der Dachboden mit den Kartons vom vorletzten Umzug, das Namensschild am Briefkasten und am Klingeltableau. Gehen Sie die Wohnung deshalb einmal mit einem Blatt Papier ab und schreiben Sie jeden Raum auf, Nebenräume zuerst, weil sie zuletzt vergessen werden.

Der zweite Klassiker sind Dübel und Bohrlöcher. Ob sie zu schließen sind und wie sorgfältig, ist einer der häufigsten Streitpunkte überhaupt und hängt vom Vertrag und von der Zahl der Löcher ab. Klären Sie das vor dem Termin und nicht währenddessen, denn im Termin steht die Gegenseite daneben und Sie haben weder Spachtel noch Zeit. Dasselbe gilt für Lampenauslässe: Entweder bleibt eine Fassung hängen oder ein Fachbetrieb sichert die Leitung ab, ein blank aus der Decke hängendes Kabel ist keine Lösung.

Was Sie selbst eingebaut haben, dürfen Sie oft mitnehmen, müssen dann aber den ursprünglichen Zustand wiederherstellen. Bei einer Vorhangschiene ist das schnell erledigt, bei einem verlegten Bodenbelag oder einer eingebauten Küche ist es eine Aufgabe. Auch hier gilt: vorher ansprechen. Eine gemeinsame Vereinbarung kostet ein Gespräch, ein nachträglicher Streit kostet die Kaution.

Orte, die bei der Übergabe regelmäßig vergessen werden

  • Kellerabteil, Dachbodenanteil und der Platz im Fahrradkeller
  • Garage, Carport, Gartenhaus und die Tonne im Hof
  • Namensschild an Briefkasten, Klingel und Wohnungstür
  • Balkon, Fensterbrett außen, Blumenkästen und Halterungen
  • Rollos, Vorhangschienen, Duschstange und selbst montierte Haken

Ein Zählerstand ohne Zählernummer ist wertlos

Das ist der Punkt, an dem die meisten Übergaben später Ärger machen. Im Protokoll steht dann "Strom: 43718", und ein halbes Jahr danach kann niemand mehr sagen, von welchem Gerät diese Zahl stammt. Versorger führen ihre Verträge nicht über die Wohnungsnummer, sondern über die Zählernummer. In einem Mehrfamilienhaus hängen im Zählerschrank fünf oder zehn gleich aussehende Geräte nebeneinander, und ein Stand ohne Nummer lässt sich keinem davon zuordnen.

Die Zählernummer steht auf dem Gerät selbst, meistens direkt über oder unter dem Zählwerk, häufig zusammen mit einem Strichcode und manchmal mit einem Herstellerkürzel davor. Schreiben Sie sie vollständig ab, mit allen Ziffern und Buchstaben. Beim Stand gehören die roten Nachkommastellen dazu, oder Sie vermerken ausdrücklich, dass sie nicht abgelesen wurden. Bei digitalen Zählern wechselt die Anzeige durch mehrere Werte; warten Sie den Gesamtstand ab und fotografieren Sie nicht den erstbesten Wert.

Der wirksamste Handgriff dauert zehn Sekunden: ein Foto, auf dem Zählernummer und Zählerstand gemeinsam im Bild sind, und ein zweites Foto vom gesamten Zählerschrank, damit die Position des Geräts dokumentiert ist. Machen Sie dieselben Aufnahmen am selben Tag an der neuen Adresse. Zwei Minuten Aufwand, und die erste Jahresabrechnung nach dem Umzug ist keine Rateübung mehr.

So wird ein Zählerstand belastbar

  • Zählernummer vollständig abschreiben, samt Buchstaben und führenden Nullen
  • Stand mit Nachkommastellen notieren oder deren Fehlen ausdrücklich vermerken
  • Jeden Zähler einzeln erfassen: Strom, Gas, Wasser kalt, Wasser warm, Heizung
  • Ein Foto mit Nummer und Stand im selben Bild, ein zweites vom ganzen Zählerschrank
  • Dieselbe Aufnahme am selben Tag an der neuen Adresse machen

Mängel so aufschreiben, dass man sie wiederfindet

Der Satz "Wand beschädigt" hilft niemandem. Ein Protokoll ist dann gut, wenn ein Unbeteiligter mit dem Blatt in der Hand den Raum betritt und die Stelle findet. Dazu gehören vier Angaben: welcher Raum, welche Wand vom Eingang aus gesehen, in welcher Höhe, und wie groß und welcher Art die Sache ist. "Schlafzimmer, linke Wand vom Eingang, etwa 1,20 Meter über dem Boden, Kratzer von rund fünfzehn Zentimetern im Putz" ist ein Eintrag, mit dem sich später arbeiten lässt.

Fotografieren Sie jeden Eintrag, und legen Sie etwas Bekanntes daneben, einen Zollstock oder eine Münze. Ohne Maßstab ist auf einem Foto jeder Kratzer entweder winzig oder riesig, je nachdem, wen man fragt. Notieren Sie im Protokoll, wie viele Fotos es gibt und wer sie hat, sonst tauchen später Bilder auf, die niemand zuordnen kann.

Streiten Sie im Termin nicht über die Ursache. Ob ein Fleck normale Abnutzung oder ein Schaden ist, ist eine rechtliche Bewertung und keine Feststellung. Halten Sie fest, was da ist, und vermerken Sie bei Uneinigkeit beide Auffassungen in einer Zeile. Das ist sachlicher, geht schneller und ist später mehr wert als ein Wortwechsel, an den sich zwei Menschen unterschiedlich erinnern.

Schlüssel zählen, und zwar je Art

Schlüssel sind der Punkt, an dem aus einer freundlichen Übergabe eine teure werden kann. Fehlt ein Schlüssel zu einer Schließanlage, geht es nicht um ein Stück Metall, sondern womöglich um den Austausch der Anlage im ganzen Haus. Zählen Sie deshalb vorher und je Art getrennt: Haustür, Wohnungstür, Briefkasten, Keller, Garage, Nebeneingang. Nachschlüssel, die Sie irgendwann haben anfertigen lassen, gehören mit auf die Liste, auch die beim Nachbarn oder bei den Eltern.

Fehlt einer, sagen Sie es im Termin und lassen Sie es ins Protokoll schreiben. Das ist unangenehm und trotzdem die bessere Variante, denn ein später entdeckter fehlender Schlüssel sieht anders aus als ein offen benannter. Und geben Sie die Schlüssel sinnvollerweise erst aus der Hand, wenn beide Seiten unterschrieben haben. Danach kommen Sie nicht mehr in die Wohnung, um etwas nachzusehen oder nachzubessern.

Der Termin selbst, in einer knappen Stunde

Legen Sie die Übergabe nicht auf den Abend nach dem Ausladen. Sie sind dann müde, die Wohnung ist noch nicht gereinigt, und vor allem ist es dunkel. Ein leerer Raum bei Deckenlampenlicht versteckt eine Menge, ein leerer Raum ohne Lampe versteckt alles. Tageslicht ist das billigste Hilfsmittel dieses Termins. Wie Sie den Umzugstag davor planen, damit dafür Luft bleibt, besprechen wir gern über das Anfrageformular.

Nehmen Sie mit: den Mietvertrag, das Übergabeprotokoll vom Einzug, einen Zollstock, eine Taschenlampe, einen Stift und zwei Ausdrucke des Protokollbogens. Das alte Protokoll ist dabei das stärkste Papier, das Sie besitzen, denn darin steht, was schon beim Einzug nicht in Ordnung war. Wer es nicht findet, sollte danach suchen, bevor der Termin steht.

Und zum Schluss: Lesen Sie, bevor Sie unterschreiben, auch wenn beide Seiten stehen und es eilig wirkt. Ein Zusatz wie "unter Vorbehalt" ist kein Zauberwort und ersetzt keine klare Zeile im Text. Beide Seiten unterschreiben, beide Seiten nehmen ein Exemplar mit, und fotografieren Sie das unterschriebene Blatt sofort mit dem Telefon. Wie der Umzugstag davor abläuft und was er kostet, steht auf der Preisseite, das Packen davor unter Kartons packen und beschriften.

Was Sie zum Termin mitbringen

  • Mietvertrag und das Übergabeprotokoll vom Einzug
  • Zwei Ausdrucke des Protokollbogens, damit jede Seite eines behält
  • Zollstock, Taschenlampe und einen Stift, der schreibt
  • Alle Schlüssel, nach Arten sortiert und vorher gezählt
  • Ein geladenes Telefon für die Fotos von Zählern, Mängeln und dem unterschriebenen Blatt
Was ins Übergabeprotokoll gehört
EintragWas genau notiert wirdWarum es später zählt
Datum, Uhrzeit, AnwesendeWer übergibt, wer übernimmt, wer als Begleitung dabei ist, jeweils mit NamenSonst ist später offen, wer welchen Zustand gesehen hat
StromzählerZählernummer vom Gerät abschreiben, dann den Stand mit roter NachkommastelleDer Versorger rechnet über die Zählernummer ab, nicht über die Wohnung
GaszählerNummer und Stand, bei mehreren Geräten zusätzlich die Position im SchrankIm Mehrfamilienhaus hängen gleich aussehende Zähler nebeneinander
Wasserzähler kalt und warmJe Zähler Nummer und Stand einzeln, auch wenn beide im selben Schacht sitzenZwei Stände ohne Nummern lassen sich hinterher nicht zuordnen
HeizungNummer und Stand je Heizkostenverteiler oder der Vermerk zur FunkablesungDie Abrechnung kommt Monate später, dann erinnert sich niemand
SchlüsselAnzahl je Art: Haustür, Wohnung, Briefkasten, Keller, Garage, NachschlüsselBei einer Schließanlage geht es sonst nicht um ein Stück Metall
Zustand Raum für RaumJeder Punkt einzeln mit Raum, Wand vom Eingang aus, Höhe, Größe und ArtEin Eintrag ist nur gut, wenn man die Stelle damit wiederfindet
FotosAnzahl der Bilder, Datum, wer sie gemacht hat und wer sie erhältEin Bild ohne Zuordnung hilft im Streitfall wenig
UnterschriftenBeide Seiten unterschreiben, jede Seite nimmt ein Exemplar mitEin einseitiges Blatt ist keine gemeinsame Feststellung
Für ein Übergabeprotokoll gibt es kein vorgeschriebenes Formular und keinen Pflichtinhalt. Die Tabelle ist eine Zusammenstellung aus der Praxis und keine Rechtsberatung. Was Sie im Einzelfall schulden, ergibt sich aus Ihrem Mietvertrag; bei Streit über Kaution, Schönheitsreparaturen oder Fristen wenden Sie sich an eine Stelle, die Rechtsberatung anbieten darf.

Was vor dem Übergabetermin am häufigsten gefragt wird

Was heißt besenrein genau?

Leer und grob gereinigt: keine Möbel, kein Müll, nichts mehr in Keller, Dachboden oder Garage, Böden gekehrt oder gesaugt und sichtbarer Schmutz entfernt. Eine Grundreinigung mit entkalkten Armaturen und geputzten Fensterfalzen ist damit nicht gemeint. Wo genau die Grenze liegt, hängt vom Vertrag und von der Vereinbarung mit der Gegenseite ab.

Muss ich vor dem Auszug streichen?

Das hängt davon ab, was in Ihrem Mietvertrag steht und ob die betreffende Klausel wirksam ist. Genau darüber wird häufig gestritten, und die Beurteilung ist eine Rechtsfrage, die wir nicht beantworten dürfen und können. Lesen Sie den Vertrag früh genug und holen Sie im Zweifel Rat bei einer Stelle, die Rechtsberatung anbieten darf, nicht erst am Vorabend.

Warum reicht der Zählerstand allein nicht aus?

Weil Versorger ihre Verträge über die Zählernummer führen und nicht über die Adresse. Im Zählerschrank eines Mehrfamilienhauses hängen mehrere gleich aussehende Geräte nebeneinander. Steht im Protokoll nur eine Zahl, kann Monate später niemand mehr sagen, von welchem Gerät sie stammt. Ein Foto, auf dem Nummer und Stand gemeinsam zu sehen sind, löst das Problem.

Was mache ich, wenn ein Schlüssel fehlt?

Ansprechen und ins Protokoll schreiben lassen. Das ist unangenehm, aber deutlich besser als ein Fehlbestand, der erst später auffällt. Zählen Sie vorher je Art durch, Nachschlüssel eingeschlossen, auch den beim Nachbarn oder bei den Eltern. Bei einer Schließanlage kann ein einzelner fehlender Schlüssel Folgen haben, die weit über den Materialwert hinausgehen.

Kann ich unterschreiben, wenn ich mit einem Eintrag nicht einverstanden bin?

Sie können, sollten dann aber die abweichende Auffassung ausdrücklich im Text vermerken lassen, in einer eigenen Zeile und nicht als Randnotiz. Ein pauschales "unter Vorbehalt" ist kein Zauberwort. Lesen Sie das Blatt vor der Unterschrift ganz durch, auch wenn es eilig wirkt, und fotografieren Sie das unterschriebene Exemplar sofort.

Wann sollte der Übergabetermin liegen?

Bei Tageslicht und nach der Reinigung, also nicht am Abend des Umzugstags. Eine leere Wohnung zeigt bei Tageslicht Dinge, die unter einer Deckenlampe unsichtbar bleiben, und ohne Lampe sehen Sie ohnehin nichts. Planen Sie einen Puffertag zwischen Ausladen und Übergabe ein, dann bleibt auch Zeit, kleine Dinge vorher noch zu erledigen.

Was wir hier bewusst nicht behaupten

Keine Frist und keine Rechtsauskunft: Was Sie schulden, steht in Ihrem Mietvertrag und nicht auf dieser Seite.

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Zählernummern notieren, Schlüssel zählen, Protokoll vom Einzug heraussuchen, dann kann der Termin kommen.