Von Kleinmachnow bis zur Dresdner Ortsmitte sind es 197 Kilometer, für die der Routendienst 2 Stunden 10 Minuten rechnet. Das sind dreißig Kilometer und rund fünfundzwanzig Minuten mehr als nach Leipzig, und diese Differenz klingt harmloser als sie ist. Sie fällt nämlich genau an dem Punkt an, an dem ohnehin nichts mehr Luft hat: am Nachmittag des ersten Tages, wenn die Besatzung seit dem Morgen trägt und der Wagen erst noch losfahren muss.
Daraus folgt keine Dramatik, sondern eine ruhige Planung. Der erste Tag gehört dem Verladen und der Fahrt, der zweite dem Abladen und dem Aufbau. Niemand muss dabei hetzen, und niemand steht am Abend im Dunkeln vor einem fremden Hauseingang und sucht den Lichtschalter. Das ist der eigentliche Grund für den Zweitagesrhythmus: nicht die Kilometer, sondern die Stunden, die sich sonst hinten anhäufen.